Was lernen Sie genau im Jido? Was kann man sich unter “Jido-Übungen”

vorstellen? Wie funktionieren sie?

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it Jido üben Sie Fertigkeiten und die bewusste Steuerung Ihrer Aufmerksamkeit – durch eigenes Erleben gelehrt, nicht durch Modelle oder Beschreibungen von Erfahrungen anderer.


Jido –  Lernen, den Widerstand wegzulassen

Vom ohmschen Gesetz haben wir folgendes gelernt:„Je weniger Widerstand, desto mehr Stromfluss!“

Bei uns Menschen (ob groß oder klein, weiblich oder männlich) verhält sich vorgenannter Prozess ebenfalls so. Denn je mehr Widerstand wir haben, desto weniger Energie (Lebensenergie/-kraft) kann fließen und umgekehrt! Dieser Widerstand zeigt sich bei genauerer Betrachtung als universelle, blockierende Anspannung in unserem Körper, an die wir uns unterbewusst sogar schon gewöhnt haben können. Wir leben und bewegen uns dann mit „halber Kraft“ oder anders ausgedrückt „mit halbem Herzen“!


Wie entsteht Widerstand

Immer wenn wir mit einer Situation NICHT-einverstanden-sind (Im Sinne von Nicht-Akzeptieren), sind wir mehr oder weniger gegen sie. Wir beschäftigen uns dann mit Problemen anstatt mit Lösungen. Hierbei ist die persönliche Situation, Geschichte oder der persönliche Ist-Zustand nicht so wichtig, sondern vielmehr die universelle blockierende Anspannung die dadurch entstanden ist.


Wie kann man Widerstand auflösen

Ein gewisse Grundeinstellung bzw. ein Verständnis in Bezug auf die Funktionsweise der jeweiligen Trainingsprozesse vorausgesetzt, gibt es verschiedene effektive Vorgehensweisen (optimalerweise kombiniert), die allerdings nur in dem Maße funktionieren können, mit dem wir unser theoretisches Verständnis im Handeln vereinen.


Das Jidotraining

Die Übungen sind größtenteils Bewegungsabläufe aus traditionellen Kampfkünsten, in denen einfache Bewegungsabläufe lediglich als nachgiebige Energiespiele auf dem Weg zum NICHT-kämpfen verstanden werden. Sie werden mal mit einem Übungspartner, mal allein durchgeführt.


  • Durch die Ausführung gleichzeitiger Rechts/Links- Bewegungen werden beide Gehirnhälften aktiviert. Anschließend gehen wir zur gleichseitigen Bewegung über. Hierbei vertiefen wir die neuralen Vernetzungen, die wiederum sicherstellen, dass wir situationsbedingt schnell, problemlos und vollständig auf die nötige Gehirnseite zugreifen können. Danach wird man bemerken, dass das Denken wieder leichter fällt.
  • Mit Gleichgewichtsübungen. Sie fordern unsere Präsenz heraus. Gleichgewicht ist ein wichtiger Faktor, um im Alltag gut und sicher voranzukommen. Es sollte ein Leben lang trainiert werden, um Verletzungen vorzubeugen und sämtliche Bewegungen zu optimieren.
  • Durch Atemübungen/Techniken. Ein durchschnittlich angespannter Mensch befindet sich im so genannten „Betabereich“ (ab 12 Hz) Zum Vergleich: Bei „Panik“ erhöht sich die Hirnfrequenz auf über 40 Hz. Je niedriger die Frequenz ist, und das wird mit dem Jidotraining angestrebt, desto ruhiger und ausgeglichener (8-12 Hz Alpha-Bereich) wird man.
  • In spielerischen Stresssituationen kann man lernen bei sich zu bleiben in dem man „durchlässiger“ wird, während man den üblichen Widerstand aufgibt und zugleich die herausfordernde Situation einfach zulässt.
  • Durch die jeweilige Einstellung bzw. individuelle Sichtweise. Ganz nach dem Motto “Siegen durch Nachgeben” (nicht aus Vermeidung!) erkennt man auf seinem persönlichen Weg, dass es mehr Sinn macht, “für” etwas zu sein, anstelle von “gegen” etwas zu sein. Da man sich so einfach weniger Be-schwert